Nachhaltige Entwicklung
I Nachhaltige Entwicklung I Home

I Impressum

 

 

 

>> weiter zu unseren Buchangeboten

 

 

 
 
Nachhaltige Entwicklung
 
 
Nachhaltige Entwicklung

Das Thema Nachhaltigkeit wurde einer breiten Öffentlichkeit zum ersten Mal durch den Bericht der Brundtlandt-Kommission bekannt. Diese Kommission der Vereinten Nationen beschäftigte sich in den 80er Jahren mit den grundlegenden Fragen einer umweltverträglichen Entwicklung der Menschheit.

Im Jahre 1992 folgte die Rio-Konferenz, auf der 170 Staaten das Aktionsprogramm der Agenda 21 verabschiedeten. Ohne besseres Umweltmanagement, so die damalige Botschaft, keine nachhaltige Entwicklung auf dieser Erde! Diese Kernbotschaft führte jedoch dazu, dass bis heute die Agenda 21 oftmals als reines Umweltprogramm verstanden wird. Dabei gilt dieses 300-Seiten-Papier zuvorderst der weltweiten Beseitigung von Hunger und Armut! Hinter dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung steht ein entscheidender fachübergreifender Ansatz: Er zielt darauf ab, die ökonomische, die ökologische und die soziale Sichtweise der menschlichen Entwicklung in ein Konzept zu integrieren.

Die Agenda 21 greift also weit über die Umweltpolitik hinaus. Ihr geht es bei der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen um einen tatsächlichen Wohlstandszuwachs für die Menschen. Und es geht auch darum, in diese nachhaltige Ressourcennutzung die Entwicklungschancen zukünftiger Generationen einzubeziehen! Das gleichzeitige und abgestimmte Anstreben von ökonomischem ökologischem und sozialem Erfolg ist die zentrale Botschaft der Konferenz von Rio! Diese drei Säulen der Nachhaltigkeit stellen die Kernideen der Agenda 21 dar, die 1992 bei der Konferenz der Vereinten Nationen als weltweites Aktionsprogramm für Umwelt und Entwicklung verabschiedet wurde.

Die Welternährungsorganisation FAO schätzt, dass bis zum Jahr 2020 die weltweite Getreideproduktion um 50 % steigen muss, um eine ausreichende Versorgung der Weltbevölkerung sicher zu stellen. Im Weltmaßstab kommt es somit vor allem darauf an, die Nahrungsmittelproduktion auf den bestehenden Agrarflächen zu steigern. Konsequent fordert die Agenda 21 daher eine Stärkung der Rolle der Bauern, der Dörfer und ländlichen Organisationen, um unzureichende ökonomische und soziale Rahmenbedingungen, undemokratische Verhältnisse und Korruption zu beseitigen.

Im Lichte dieses Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung besteht also weltweit die große Herausforderung für alle gesellschaftlichen Gruppen darin, die Bedürfnisse einer immer noch jährlich um die Einwohnerzahl Deutschlands wachsenden Erdbevölkerung nach Lebensqualität und Wohlstand mit den Grenzen der natürlichen Voraussetzungen in Gleichklang zu bringen.

Die Agenda 21 fordert lokale Initiativen und Entwicklungen. Dahinter steht im Kern die Absicht, durch fördernde Arbeitsteilung gleichwertige Lebensbedingungen im Raum zu ermöglichen. Dazu müssen politische Entscheidungen dezentralisiert werden, wozu die föderale Struktur Deutschlands europaweit beispielgebend sein kann. Trotzdem ist auch in Deutschland nicht zu verkennen, dass gleichwertige Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen noch lange nicht in allen Räumen erreicht worden sind. Wenn nunmehr Bahn, Telekom, Post und auch die Banken sich mit ihren wichtigen Dienstleistungen aus der Fläche, sprich dem ländlichen Raum zurückziehen, ist es nicht zuletzt im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung dringend notwendig, zukunftsfähige, innovative Arbeitsplätze für junge Menschen im ländlichen Raum zu erhalten bzw. zu schaffen. Dazu sind nicht nur die notwendigen Infrastruktureinrichtungen vorzuhalten, sondern vor allem Unternehmen, Unternehmerinnen und Unternehmer durch die entsprechenden Rahmenbedingungen und Anstöße zu motivieren, im ländlichen Raum zu bleiben, dort zu investieren und sich weiter zu entwickeln.

Zur Nachhaltigkeit der Entwicklung gehören die Stabilisierung unserer sozialen Sicherungssysteme sowie ein verbindlicher Rahmen der Agrar-, Handels-, Steuer- und Finanzpolitik. Dieser Gleichklang ist permanent einzufordern!

Sie möchten mehr zum Thema Nachhaltige Entwicklung erfahren?
Dann empfehlen wir unsere Buchreihe “Erneuerbare Energien in der Land(wirt)schaft”!


Bioenergie Biogas Biogaserzeugung Aufbau einer Biogasanlage Bioreaktoren Dampfmotoren EMAS II – Umweltmanagement für die Landwirtschaft Energieeinsparverordnung (EnEV) Equilibrismus Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien Hanf Holzgaserzeuger Kofermentate für Biogasanlagen Nachhaltige Entwicklung Pflanzenkläranlagen Pflanzenöl - VEGETABLE OIL Photovoltaik Qualitätssicherung Rapsöl als Kraftstoff für Dieselmotoren Regenwassernutzungsanlagen Trockene Fermentation Wasserkraft Wasserrad Windparks